Neubau eines Produktions- und Bürogebäudes

Die SICK Engineering GmbH mit Sitz in Ottendorf-Okrilla bei Dresden ist eine auf Gasdurchflussmessung spezialisierte Tochtergesellschaft der SICK AG, eines weltweit führenden Herstellers von Sensoren und Sensorlösungen für Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation.

Das weltweit agierende Unternehmen hat seinen Standort im Gewerbepark in Ottendorf-Okrilla bei Dresden um einen 3. Bau­abschnitt erweitert.

Der Neubau umfasst eine Fertigungs­halle, ein Bürogebäude mit den zugehörigen Außenanlagen und Nebengebäude, in denen Sprinkler­zentrale und Sprinkler­tanks, eine Stapler­garage mit Container­stellplätzen und Fahrrad­ständer­überdachungen untergebracht sind.

Im Dezember 2014 wurde das neue Produktions- und Bürogebäude in Ottendorf-Okrilla offiziell eingeweiht. Mit einer Gesamt­investition von rund 15 Mio. € schafft das Tochter­unternehmen SICK Engineering GmbH damit Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Die SICK Engineering verzeichnete in den vergangenen Jahren regelmäßig Wachstums­raten im zweistelligen Prozent­bereich. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1991 ist die Mitarbeiter­zahl von drei auf rund 250 Beschäftigte gestiegen.

Zum Produktportfolio der SICK AG mit Hauptsitz in Waldkirch zählen Lichtschranken, Lichttaster und Lichtgitter sowie induktive, kapazitive und magnetische Sensoren, optoelektronische Schutz­einrichtungen, Sicherheits­laserscanner, Vision-Sensoren, Detektions-, Mess- und Identifikations­lösungen wie z.B. Barcode­scanner und RFID-Leser, Analysatoren für die Gas- und Flüssigkeits­analyse und Geräte für die Gas­durchfluss­messung.

Das Unternehmen hat mit dem Neubau nicht nur seine Büro­flächen erweitert, sondern auch die Produktions­fläche auf rund 9.000 m² verdoppelt. Das neue Produktions- und Bürogebäude erfüllt hohe Umwelt­standards und verfügt über Einrichtungen zur Wärme­rück­gewinnung, die für eine umweltfreundliche Beheizung, Warm­wasser­aufbereitung und Kühlung sorgen. Zur Unterstützung der Heizungs­anlage wurden 22 Erdwärme­sonden mit einer Endtiefe von 125 m und 150 mm Durchmesser in den teilweise felsigen Untergrund gebohrt.

Die Gustav Epple Bauunternehmung GmbH hatte 2004 das erste Büro­gebäude und die erste Halle am Standort errichtet und wurde auch als General­unternehmer für den 3. BA beauftragt. Die dreischiffige Fertigungs­halle mit der Größe ca. 62 m mal 46 m mal 6,40 m ist teilweise unterkellert, wurde an eine bestehende Halle angebaut und bildet deren Verlängerung.

Das Büro­gebäude besteht aus zwei kubischen Trakten mit jeweils zwei ober­irdischen Geschossen, die über einen Zwischenbau verbunden sind. Ein Flügel und der Zwischenbau besitzen ein Untergeschoss. Dort sind u.a. die Küche und die Kantine für die 250 Beschäftigten untergebracht. Eine großflächige Verglasung grenzt an einen abgesenkten Hof mit Sitz­möglichkeiten.

Das Hallengebäude wurde überwiegend als Stahlbeton-Fertigteil­konstruktion ausgeführt. Das Dach wurde mit Trapezblechen gedeckt und mit einer PU-Wärmedämmung und Folienabdichtung versehen. Eine Stahlkassettenkonstruktion mit vorgehängten Faserzement­elementen bildet die Fassade. Die Stahlbeton-Boden­platten wurden größtenteils mit einer chemischen Oberflächen­verfestigung behandelt und in Teil­bereichen mit verschiedenen Epoxidharz­beschichtungen versehen. Sowohl im Erdgeschoss als auch im Untergeschoss der Halle wurden Portalkräne installiert.

© Fotos Tina Pfannenberg, Dippoldiswalde